Malaria-Prophylaxe
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Hinweise zur
Malaria-Prophylaxe




Neben den weiter unten geschilderten Maßnahmen zur Abwehr der die Malaria übertragenden Anopheles-Mücken ist bei Reisen in viele Malariagebiete eine vorbeugende Medikamenteneinnahme dringend erforderlich.
Ein absolut sicherer Schutz ist zwar nicht erreichbar, entscheidend ist aber konsequenter Insektenschutz und eine an die spezielle Reise und den Reisenden angepaßte Malaria-Prophylaxe. Die Empfehlungen können je nach Beratungs-Stelle variieren.

  Medikamentöse Vorbeugung gegen Malaria
Neben Resochin und ggf. zusätzlich Paludrin wird heute vor allem Lariam bzw. Malarone oder Doxyxyclin (besitzt aber in Deutschland für diese Indikation keine Zulassung) zur Chemoprophylaxe eingesetzt. Unter Umständen ist das zusätzliche Mitnehmen eines Reservemedikaments zur ersten Eigenbehandlung (siehe unten "Stand-By") sinnvoll.
Die meisten Prophylaxen werden eine Woche vor der Einreise in das Malariagebiet begonnen und vier Wochen nach Verlassen des Malariagebietes fortgesetzt. Nur in Gebieten mit sehr geringem Malaria-Risiko kann unter Umständen auf eine Chemoprophylaxe verzichtet werden.
Sollte es wegen Resistenzen der Malariaerreger trotzdem zu Fieber kommen, kann (nur falls kein Arzt verfügbar ist) die zusätzliche Einnahme eines Selbstbehandlungspräparates (z.B. Lariam) sinnvoll werden. Auf jeden Fall sollte sobald wie möglich ein Arzt zu Rate gezogen werden.

  Stand-By-Therapie
Neuere Empfehlungen stellen in Gegenden mit niedrigem Malaria-Risiko eine sogenannte Stand-By-Behandlung in den Vordergrund.
Es wird keine Chemoprophylaxe betrieben (entsprechend wichtig ist persönliche Expositions-Prophylaxe, also Mücken-Prophylaxe s.u.) und nur für den Fall einer vermuteten Malaria (jedes unklare Fieber) ab 7 Tage nach Einreise in die Malaria-Gebiete wird eine Selbstbehandlung vorgenommen.
Neben Resochin wird heute vor allem Lariam bzw. Malarone oder Riamet empfohlen.
Ein heute erhältlicher Malaria-Schnelltest kann evtl. bei der Entscheidung helfen, ob diese Selbstbehandlung notwendig ist. Lassen Sie ihn sich aber gut erklären!

  Das Wichtigste ist eine konsequente Mücken-Prophylaxe
Egal ob vorsorglich Medikamente eingenommen werden oder eine Stand-By-Therapie bevorzugt wird, ganz wichtig sind die Maßnahmen zur Abwehr der Anopheles-Mücke:
  Schlafen nur unter dicht schließenden, intakten (evtl. imprägnierten) Moskitonetzen, die allseitig unter die Matratze gesteckt werden können.
  Anopheles-Mücken stechen nur in der Dämmerung und nachts. Nach Einbruch der Dunkelheit deshalb möglichst wenig Hautpartien unbedeckt lassen, helle, leichte und bedeckende Kleidung tragen.
Gut sind Hotelzimmer mit Klimaanlage oder Mückengittern an den Fenstern und mückendichten Türen.
  Unbedeckte Haut mit Repellentien (s. Abschnitt "Reiseapotheke") einreiben, Vorsicht bei Säuglingen und Kleinkindern!
  U. U. Mücken-Räucherstäbchen ("moskito coils") und Pumpsprays mit Insektiziden.
Insektizidverdampfer sind - obwohl wirksam - gesundheitlich bedenklich, auch Pyrethroide (vor allem künstliche) stehen im Verdacht, Spätschäden zu verursachen.

  Und sonst...
Beachten Sie bitte noch, dass Malaria nur eine der vielen Tropenkrankheiten ist, die durch Insekten übertragen wird. Viele andere Gliederfüßler attakieren tagsüber, so dass die oben genannten Vorsichtsmaßnahmen auch hier eingehalten werden sollten.
Malaria kann noch lange Zeit nach dem Urlaub auftreten, vor allem in den ersten 4 Wochen danach. Denken Sie bei fieberhaften Erkrankungen in der Folgezeit eines Tropenaufenthalts immer auch an eine Malaria und weisen Sie Ihren Arzt darauf hin.


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