Schlangen
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Schlangen
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Die Angst vor Schlangen ist nicht ganz unbegründet. Jedoch besteht für die
meisten Touristengebiete der Erde keine große Gefahr. Anders verhält es sich
bei Individualreisenden und Trekkingtouren in Dschungel oder Wüste. Je abgelegener
und ruhiger die besuchte Region, desto größer ist die Gefahr, einer Schlange
zu begegnen. Weltweit gibt es eine Vielzahl von giftigen Schlangen und es kann
im Prinzip kein Kontinent davon ausgenommen werden. Jeder Reisende sollte sich
deshalb vor der Abreise ins Urlaubsland über die vorkommenden giftigen Schlangenarten
informieren.
Schlangen leben vor allem im Erdreich, auf Felsen und Bäumen sowie teilweise
in Gewässern. In Schlangengebieten sollte deshalb entsprechend lange und schützende
Kleidung (kräftiges Schuhwerk und feste lange Hosen) getragen werden. Kein schlechter
Schutz gegen diese scheuen Tiere ist kräftiges Trampeln (Schlangen sind taub)
beim Besuchen der entsprechenden Gebiete. Bett und Unterkunft sollten vor dem
Schlafengehen gründlich untersucht werden. Den Versuch zu unternehmen, eine
Schlange zu töten, ist unsinnig, meist werden die Tiere dadurch erst recht aggressiv
und beißen. Ratten, Mäuse und Hühner locken Schlangen an.
Bitte beachten
Jeder Schlangenbiss soll so behandelt werden, als ob er von einer Giftschlange
käme! Denn das Erkennungsmerkmal einer giftigen Schlange -2 punktförmige eng
beieinander stehende Wunden, ist zu unsicher.
Für Reisende in sehr abgelegene Gebiete gibt es auch Schlangensera, die aber
nur durch Ärzte gegeben werden dürfen. Durch die Nebenwirkungen von unsachgemäßen
Behandlungen mit diesen Seren sind schon viele Menschen gestorben.
Das Gift führt meist frühestens 2 Stunden nach dem Biss zum Tode (bei extrem
giftigen Schlangen), frühere Symptome (Bewusstseinstrübung, Anzeichen eines Schocks)
sind meist Angstreaktionen. Anzeichen der wirklichen Giftwirkung sind Bluterbrechen,
hängende Augen-Lider, bzw. lokal eine Gewebenekrose. Weitere Symptome können
sein: sehr starke Schmerzen, manchmal Schwellungen, Erbrechen sowie Herzrasen
und Kopfschmerzen. Je nach Schlangenart mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Die erste Hilfe
Früher wurde eingeschnitten, ausgesaugt und abgebunden, im Prinzip ist dies
alles falsch. Ganz wichtig ist es, Ruhe zu bewahren, nur selten sind die Bisse
tödlich. Als Grundsatz gilt: So schnell wie möglich den Verletzten in Ruhestellung
(wie einen Bruch behandeln) zu einem Arzt oder ins Krankenhaus transportieren,
wo wegen der Gefahr von allergischen Reaktionen (Serumkrankheit) auch erst beobachtet
wird, bevor ein Schlangenserum gegeben wird.
Die Wunde höchstens leicht säubern und abdecken, damit noch vorhandenes Gift und Krankheitserreger nicht hineinkommen.
Die Wunde keinesfalls drücken.
Den Kranken ruhig lagern, das betroffene Bein oder den Arm leicht schienen, um ihn ruhig zu stellen und nicht hochlegen.
Ein Beruhigungsmittel ist sinnvoll, kein Alkohol.
Abbinden (nicht zu fest und mit breiten Tüchern) nur dann, wenn ärztliche Behandlung erst später als nach einer halben Stunde möglich ist. Es darf nur eine venöse und keine arterielle
Stauung sein.
Bei Schmerzen kein Aspirin, das das Blut noch zusätzlich verflüssigt.
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