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Vgl. auch Internet-Infos
des CDC: http://www.cdc.gov/ncidod/diseases/submenus/sub_brucellosis.htm
des BGVV: http://www.bfr.bund.de/cms/media.php/106/brucello.pdf
des RKI: http://www.rki.de/INFEKT/INFEKT.HTM?/INFEKT/B_LINKS.HTM&1
der WHO: http://www.who.int/health_topics/brucellosis/en/
BruNet: http://www.moag.gov.il/brunet/public.html
Erreger
Bakterien: B. abortus (Bang-Krankheit), Brucella melitensis (Maltafieber), B. suis, B.
canis.
Krankheitsbezeichnung nach dem englischen Arzt Bruce, der 1887 auf Malta erstmals diese Erreger nachgewiesen hat.
Verbreitung
Weltweit.
Maltafieber: Infektionsquelle Ziege, Schaf. Endemisch besonders in Mittelmeerländern, Indien, Südamerika.
Bangsche Krankheit: Infektionsquelle Rind, weltweit, endemisch, Häufung besonders in Sommermonaten.
B. suis / canis: In Europa
nur sporadische Infektionen.
Ansteckungsmodus
Über kleine Hautverletzungen bei direktem Kontakt mit infizierten Tieren als auch durch Lebensmittel, besonders nicht ausreichend erhitztes
Fleisch, Milch und Milchprodukte von Ziegen und Schafen. Da Brucellen in organischem Material monatelang außerhalb des Wirts überleben können, sind Produkte aus unpasteurisierter Milch (Ziegenkäse) lange infektiös.
Eintrittspforten: Haut (auch scheinbar unverletzte), Verdauungstrakt, Atmungs- und Genitalorgane.
Praktisch keine Übertragung von Mensch zu Mensch.
Inkubationszeit
B. melitensis 1-3 Wochen, B. abortus/suis 2 Wochen bis einige Monate
Immunität
Lang anhaltend
Prophylaxe
Pasteurisieren von Milch und -produkten
Verwendung von Roh-Milch nur aus sicher Brucellose-freien Beständen
Aktive Immunisierung der Tiere u. a. veterinärpolizeilichen Vorbeuge- und Bekämpfungsmaßnahmen.
Kontakt mit infizierten Tieren meiden
Impfung existiert nicht.
Krankheitsbild
Grippe-ähnliche Symptome: subakute-rezidivierende Fieber, während der
Inkubationszeit Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen oder gastrointestinale Störungen, allg. Abgeschlagenheit bis zu Depressionen.
Zunahme im Generalisationsstadium: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, oft vergrößerte Milz und Leber. Die nächste Phase ist durch eine polyvalente Organmanifestation gekennzeichnet, auch ZNS-Befall ist möglich. Fieber bis 40°C 20-30 Tage lang, anschließend 15-20
fieberfreie Tage, worauf wieder ein Stadium wie zu Beginn folgt (Bes. für Maltafieber ist dieses "Undulieren" typisch!)
B. melitensis vor allem bei Ziegen und Schafen, B. abortus beim
Rind (Primoinfektion einer trächtigen Kuh kann zum Abort führen!) Die Pathogenität der Brucellen beruht auf ihrer Fähigkeit, in Immunzellen, vor allem im RES, zu überleben und sich zu vermehren.
Diagnose
ist schwierig wegen des uncharakteristischen Krankheitsbildes
Erregernachweis aus Venenblut, Punktat, Urin, Galle, evtl. Milch über Mikroskopie, Kultur, Serologie.
Antikörpernachweis
und andere Immunreaktionen.
Behandlung
unspezifisch: Körperliche Schonung und symptomatische Behandlung
spezifisch: Tetracyclin oral für 3-4 Wochen. Bei schweren Erkrankungen:
bis zu mehrere Monate Kombination mit Streptomycin oder Rifampicin, bzw. Kombination von Doxycyclin mit Rifampicin. Alternative: Co-Trimoxazol oder Kombination von Ampicillin und
Aminoglykosid.
Eine sichere Erreger-Elimination ist auch nach einer Behandung nicht gegeben.