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In der Regel gutartig verlaufende Infektion durch ein Alphavirus, das durch verschiedene tagaktive Aedes-Arten übertragen wird (tierisches Reservoir vor allem in Afrika sind Primaten).
Im Rahmen des großen Ausbruchs im Indischen Ozean
seit 2004 wurde die genetische Sequenz der Virustypen untersucht: offenbar ist das Virus mutiert und inzwischen wesentlich aggressiver, daraus würde sich auch erklären, warum es heute so große Ausbrüche und auch Todefälle
gibt.
Vor allem ist zu befürchten, dass sich diese aggressive Variante im gesamten Verbreitungsgebiet der tagsaktiven Aedes ausbreiten wird, also z.B. in allen vom Dengue-Fieber betroffenen Gebieten.
Erreger
Alphaviren (Togaviridae)
Die Viren werden nach dem klinischen Bild zu den VHF-Viren gerechnet.
Verbreitung
Staaten in und am Indischen Ozean (vor allem Indien, Indonesien, Malaysia, Mauritius, Réunion, Seychellen, Mayotte, Komoren, Madagaskar), Afrika
südlich der Sahara
Krankheitsbild
Akute, meist gutartig verlaufende Infektion, 2-5 (manchmal auch länger) Tage nach dem Stich plötzlicher, schneller Fieberanstieg,
Kopfschmerzen, starke Myalgien, Arthralgien, generalisierte Hautrötung (Flush). Die häufig im Vordergrund stehenden Gelenkbeschwerden treten meist beidseitig auf, insbesondere sind die Extremitäten betroffen - vorgeschädigte Gelenke
erweisen sich als besonders anfällig.
Die Gelenke sind geschwollen, berührungsempfindlich, meist nicht gerötet. Bisweilen tritt ein makulopapulöses, nicht juckendes Exanthem auf. Dieses kann nach dem Abklingen bräunliche
Hautflecken hinterlassen. Es kommt sehr selten zum Auftreten von Hämorrhagien. Die Prognose ist gut. Nur ein geringer Anteil der Patienten leidet unter monatelang persistierenden Gelenkbeschwerden. Fieberverlauf gelegentlich biphasisch.
Prophylaxe
Der übliche Insektenschutz auch tagsüber. Eine Impfung ist nicht
verfügbar. Immungeschwächte, also chronisch Erkrankte, Kinder und Schwangere sind stärker gefährdet.
Therapie
symptomatisch (schmerzstillenf, fiebersenkend)