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| vgl. auch | Kinder-Impfplan |
Kinder Alter-Gewicht-Tab. | |
Generell sollte von Fernreisen mit Kindern unter 8 Jahren abgeraten werden.
Erkältungs- und Infektionskrankheiten können bei Kindern in den Tropen schwerer verlaufen als in den gemäßigten Zonen. Das Immunsystem ist bei Kindern
bis zu 10 Jahren noch nicht voll ausgebildet!
Mit der Zeitverschiebung und klimatischer Umstellung treten weniger Probleme auf als bei Erwachsenen.
VOR REISEANTRITT: Gründliche Untersuchung und Beachtung der Anamnese. Das Vorsorgeheft auf die Reise mitnehmen!
Prüfung, ob aufgrund chronischer
Erkrankungen (Herzfehler, Krampfleiden, Stoffwechselstörungen wie z.B. Diabetes) eine besondere Betreuung angezeigt ist (Arzt am Urlaubsort etc.!).
Impfschutz sichern gegen: Diphtherie, Polio und Tetanus, außerdem gegen Masern, Mumps, Röteln, Keuchhusten und evtl. FSME (vor
längeren Tropenaufenthalten evtl. Tuberkulose). Falls Cholera- und Gelbfieberimpfung notwendig sind: erst ab vollendetem 1. Lebensjahr möglich.
Passive Immunisierung gg. Hepatitis A erst ab 10. Lebensjahr. Malaria-Prophylaxe wichtig: Chloroquin, Proguanil ohne Risiko bei Kleinkindern (Chinin zur Therapie) möglich.
REISEAPOTHEKE: Breitband-Antibiotikum (Erythromycin, Cephalosporine) für starke Beschwerden (hohes Fieber, Husten, Ohrenschmerzen etc.), Fieberzäpfchen und
-thermometer, Durchfallmittel, Hautdesinfizienz, Wundsalbe, antimykotische Salbe (z.B. Nystatin), Antihistaminikum als Salbe, Elektrolyt-Tabletten, wasserfester Sonnen-Schutz (vgl.
Extraberatungstext Sonnenschutz), Lippenschutz. Gegen
Hitzeausschlag bei hautempfindlichen Kindern:
Körperpuder und leichte Baumwollkleidung.
DURCHFÄLLE: (vgl. Extra-Beratungstext Durchfall-Erkrankungen und Trinkwasserhygiene)
Starke Gefährdung für Säuglinge und Kleinkinder.
Neben Bakterien oder falscher Ernährung kann auch plötzliche, zu starke Sonneneinstrahlung und eine dadurch erhöhte Aktivierung der Schilddrüse zu erhöhter Darmmotilität führen.
Wichtig: Hygiene, viel
Flüssigkeit- und Salzzufuhr, evtl. Hefepräparat.
HINWEIS für die Eltern Hinweis auf spezielle Gefahren nicht vergessen: z.B. Parasiten (Sandflöhe, Hakenwurmlarven, Schistosomen). Nie barfuss laufen!
BEI REISEN IN MALARIA-GEBIETE: Für den Mückenschutz angemessene Bekleidung,
Moskitonetze und Repellentien (für Sgl. und Kleinkinder nicht bedenkenlos anwendbar wegen Schleimhautreizung und evtl. Resorption siehe unten). Gestillte Kinder benötigen trotzdem eine Malaria-Prophylaxe, über die Muttermilch kann kein ausreichender Schutz erzielt werden.
NACHSORGE: auf jeden Fall Kinder nachuntersuchen lassen, in jedem Fall aber dann, wenn das Kind auf der Reise krank gewesen ist. Viele Tropenkrankheiten können
zu Beginn einen relativ harmlosen Verlauf haben und erst später richtig ausbrechen!
FLUGREISEN UND KLEINKINDER: Zur Beruhigung Flasche bereits vor Abflug geben.
Insektenschutz: Zedernöl-haltige Pumpsprays können auch für Säuglinge verwendet
werden. Z.B. Wekomed Hautschutz (In Ökotest gut getestet) enthält auch zusätzlich zur Pflege Kokosöl.
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