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Zecken
Internet-Infos des RKI: http://www.rki.de/INFEKT/INFEKT.HTM?/INFEKT/LY_LINKS.HTM&1
des CDC: http://www.cdc.gov/ncidod/diseases/submenus/sub_lyme.htm
der WHO: http://www.who.int/health_topics/lyme_disease/en
und des Deutschen Auswärtigen Amtes: http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/gesundheitsdienst/merkblatt/borreliose_html
Erreger
Borrelia burgdorferi, gramnegatives Bakterium aus der Familie der Spirochaetaceae.
Verbreitung
Erstmals in Lyme (Connecticut, USA) 1975 beobachtet. Inzwischen in USA, Kanada, Europa, Afrika und in Australien häufiges Krankheitsbild. Ca. 20%
der Zecken in der Schweiz, in Frankreich und Süddeutschland tragen Borrelien. Hauptwirt ist das Rotwild.
Ansteckungsmodus
Übertragung erfolgt durch Zeckenstich (Holzbock, Ixodes ricinus und andere Zeckenarten), selten durch andere Insekten (Mücken).
Inkubationszeit
Erythem (Stadium I) 6-32 Tage nach Zeckenstich. Nach Wochen bis Monaten folgt unbehandelt das Stadium II. Erkrankungsbeginn in Europa fast
ausschließlich zwischen Mai und November.
Krankheitsbild
Stadienhafter Verlauf
1) Erythema chronicum
migrans (EMC): handtellergroßes Hauterythem, das vom Zeckenbissort ausgeht und über Wochen fortschreitet. In Mitteleuropa bleibt die Krankheit oft auf dieses Stadium beschränkt.
2) Generalisation: Akrodermatitis atrophicans, Herzmuskelbefall (Reizleitungsstörungen), Leberbeteiligung (einer Hepatitis ähnlich) und Nierenschädigung sind
häufig.
3) Grippeähnliche Symptome, ZNS-Beteiligung, schmerzhafte Radikulitis,
Arthralgien, Hirnnervenparese.
4) Spätstadium: Chronisch-rezidivierende Schübe und Hirnbefall.
Die Krankheit heilt zwar häufig spontan aus, geht jedoch in ca. 25% aller zentralen Borrelien-Infektionen in ein chronisches Stadium über.
Diagnose
Erregernachweis möglich, aber sehr
langwierig.
Antikörpernachweis und andere Methoden
Therapie
Wenn möglich bereits bei Verdacht (das Frühstadium ist gut behandelbar) mit Tetracyclinen für mind. 10 Tage, bei Kontraindikation mit
Erythromycin, Penicillin oder Cephalosporine. Im Spätstadium Antibiotika i.v., wobei Resistenzfälle bereits bekannt geworden sind.
Prophylaxe/Impfung
Momentan noch nicht verfügbar, ein Impfstoff ist im Test und scheint gute Resultate zu versprechen.
Am besten Zeckengebiete ganz meiden
Hautbedeckende Kleidung: lange Hosen, Strümpfe (ggf. über die Hosen gezogen) und geschlossene Schuhe, langärmelige Oberkleidung.
Auftragen von Repellents (muss häufiger als gegen Mosquitos wiederholt werden).
Nach Aufenthalt in Zecken-Regionen den Körper nach Zecken sorgfältig (manche Zecken sind so klein, dass sie mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen sind) absuchen.
Bevorzugt sind alle Körperfalten, insbesondere der Schritt, die Kniekehlen, die Achselhöhlen, der Nacken und Haaransatz
Zecken möglichst sofort (z.B. mit einer Zecken-Zange) entfernen.