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Vgl. auch Internet-Infos Meningokokken-Meningitis-Weltkarte: http://www.bueger.de/prima/maps/meningokokken.htm
der DTG: www.tropmed.dtg.org/impfen/meningo.htm
des RKI: http://www.rki.de/INFEKT/INFEKT.HTM?/INFEKT/ME_LINKS.HTM&1
des CDC http://www.cdc.gov/ncidod/dbmd/diseaseinfo/meningococcal_a.htm
und der WHO http://www.who.int/health_topics/meningitis/en
der AGMK http://www.agmk.de/web/agmk_files/Artikel_paediatrie_hautnah0404.pdf
http://www.infektionsbiologie.ch/seiten/modellparasiten/seiten/neisseria/steckbrief_neiss.html
siehe auch zum Thema
Meningitis
STIKO: Meningokokken-Infektionen
Von der gefährlichen bakteriellen Variante der Gehirnhautentzündung gibt es in Mitteleuropa vor allem den Typ B (z.B. Berlin mit seiner hohen Quote von türkischen Mitbürgern, in Bayern Anfang 98 ein kleiner Ausbruch - auf Rosenheim
beschränkt). Typ B, gegen den es leider noch keinen Impfstoff gibt, verursacht aber auch keine Epidemien. Schätzungsweise 70 Personen sterben in Deutschland jährlich an der Erkrankung. In USA, Kanda und England (in England wird gegen Typ C
geimpft) vor allem Typ C. Epidemien sind vor allem für die Typen A und C bekannt. Insgesamt gibt es als wichtigste Typen A, B, C, weniger W135 und Y.
Administrativ (Einreise-Vorschriften) ist die Impfung nur für Reisende nach Mekka während der Pilgerzeit (Hadsch) nötig. Die Epidemie 2000 wurde fast ausschließlich durch W135 verursacht.
Die Impfung gegen die "Genickstarre"-Epidemie, wie die Krankheit auch genannt wird, ist vornehmlich für junge Leute empfehlenswert, die sich in der Saison (s.u.) bei engem Kontakt mit der Bevölkerung lange dort aufhalten. Erreger
Neisseria meningitidis (Bakterien)
Saisonale Häufung
Gehäuftes Auftreten immer am Ende der kalten und/oder trockenen Perioden im Jahr (in den Winter- und Frühlingsmonaten): Menschen
halten sich häufiger in geschlossenen Räumen auf bzw. das Immunsystem ist geschwächt. In Afrika im Meningokokken-Gürtel beginnt diese Zeit im November. Es lohnt sich also, in den "Klimainformationen" nach der kühlen Trockenzeit zu forschen. Zu Beginn der Regenzeiten klingen die Epidemien meist ab.
Verbreitung
Der endemische Meningokokken-Meningitisgürtel ist eine Gruppe von Ländern
südlich der Sahara, der sich seit Mitte der 90er-Jahre immer weiter nach Süden ausbreitet. Gelegentlich kommen aber auch Epidemien in anderen tropischen Gebieten Südamerika (Chile, Brasilien) oder Asien vor. Die Meningokokken-Meningitis ist die einzige Form der bakteriellen Gehirnhautentzündungen, die epidemisch auftreten kann (bes. in Ländern der 3. Welt, während sie in Europa aufgrund der guten hygienischen
Verhältnisse nur sehr sporadisch beobachtet wird).
Ansteckungsmodus
Rund zehn bis 20 Prozent der Bevölkerung sind Keimträger, ohne die typischen Symptome zu zeigen. Die Übertragung erfolgt durch
Tröpfcheninfektion, also durch Husten oder Niesen oder selten durch direkten Kontakt, wobei sowohl gesunde Keimträger und bereits Erkrankte als auch verkeimte Einrichtungs- bzw. Gebrauchsgegenstände die Quelle sein können (letzteres
ist bes. auf Neugeborenenstationen möglich).
Inkubationszeit
3-4 Tage
Immunität
Sehr selten
Prophylaxe
Chemoprophylaxe ist nur bei engem Kontakt mit Erkrankten notwendig und
besteht in Minocyclin oder Rifampicin.
Immunisierungsprophylaxe kommt beim Auftreten von Epidemien in Frage.
Krankheitsbild
Anfänglich plötzlich hohes Fieber, Erbrechen, starke Kopfschmerzen, Nackensteife und Schüttelfrost, die sich zunächst leicht
mit Grippesymptomen verwechseln lassen. Es erfolgt eine Infektion der oberen Luftwege; bei älteren Kindern im meningitischen Stadium oft ausgebreiteter Herpes labialis; Meningokokken-Meningitis-Sepsis tritt besonders während der ersten beiden Lebensjahre (Waterhouse-Friedrichsen-Syndrom). Im weiteren Verlauf können die Erreger die Lunge, das Endokard oder die großen
Gelenke befallen; punktförmige Hautblutungen.
Diagnose
Erregernachweis durch Mikroskopie und/oder Kultur aus Liquor oder
Blut.
Antikörpernachweis existiert nicht.
Therapie
Wichtig ist eine frühzeitig einsetzende Behandlung, nicht rechtzeitig erkannt, endet die Meningitis tödlich. Penicillin G intravenös ist das Mittel der Wahl; in neuerer Zeit wurden auch gute Erfahrungen mit Cephalosporinen der 3. Generation gemacht, bes. mit Ceftriaxon: Der Vorteil dieser Antibiotika liegt
in ihrem breiten Spektrum (auch gegen andere Meningitiserreger).
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