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Natürliches Phänomen eines übermässigen Mikroorganismenwachstums (z.B. durch veränderte Umweltbedingungen), das das Wasser in hohen Kozentrationen rot färbt.
Die Verursacher-Alge (Dinoflagellaten) ist häufig
Karenia brevis oder K. brevis (früher klassifiziert als Gymnodinium breve). Das Algen-Toxin (beim Konsum der mit Toxin belasteten Tiere wird beim Menschen das "Paralytic Shellfish Poisoning" (PSP) hervor gerufen) lähmt das Atmungssystem von
Fischen, Mollusken und anderen Meerestieren und kann zu Fischsterben führen.
Einatmen der wasserhaltigen Luft am Strand (Spritzwasser und Gischt) kann zu Reizung der Atemwege und Augen führen.
Konsumieren der belasteten Tiere kann zu
Lähmung und sogar zum Tod führen, Erhitzen zerstört das Toxin nicht.
Symptome nach Genuß von vergifteten Muscheln und Fischen sind Taubheit und Brennen der Lippen, der Finger und Hände, gefolgt von Schwindel, Ohnmacht,
Magenschmerzen und Erbrechen.
Auch Alexandrium monilatum verursacht red tides, deren Toxin löst jedoch beim Menschen keine Atemwegs- oder Hautirritationen aus.
Als Vorsorge wird empfohlen, Fische, die sich von Plankton ernähren (Makrelen und Sardinen) und Muscheln (z.B. Venusmuscheln, Austern, Herzmuscheln und Miesmuscheln) unbekannten Ursprunges zu meiden.
Manche Fische gelten auch bei red tides als
sicher, z.B. bei red tides in Neuseeland Snapper, Gurnard und Terakihi, manche sind genießbar, wenn sie vor der Zubereitung komplett ausgenommen werden.