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Vgl. auch Internet-Infos
CDC: http://www.cdc.gov/ncidod/dvbid/arbor/SLE_QA.htm
CDC: http://www.cdc.gov/ncidod/dvbid/arbor/slefact.htm
CDC: http://diseasemaps.usgs.gov/
RKI: http://www.rki.de/cln_011/nn_527010/DE/Content/InfAZ/W/WestNilFieber/West-Nil-Fieber.html__nnn=true
Kanadadisches Gesunheitsamt: http://www.phac-aspc.gc.ca/tmp-pmv/info/wnv_e.html
Die St. Louis-Encephalitis ist eine von vielen sog. Arbovirosen (Viruserkrankungen, über Mücken von Tieren auf Menschen übertragbar), die auch in einigen der infizierten Menschen
Symptome von Seiten des Gehirns hervorrufen kann. Die Viren kommen in Wirbeltieren und bei gelegentlichen Infektionen auch im Menschen vor.
Die Viren werden nach dem klinischen Bild zu den VEE-Viren gerechnet.
SLE ist einer wichtigsten durch
Mosquitos übertragenen Erkrankungen in Nord-Amerika.
Erreger
Viren aus der Gruppe der Flaviviren (Togaviridae B).
Virus-Reservoir sind wildlebende Vögel und Haustiere
Geographische Verbreitung
Von Kanada bis Argentinien (z.B. in Panama, Brasilien, Argentinien und Trinidad), kleinere Epidemien allerdings nur in USA (im mittleren
Westen und Südosten) und Jamaika, nicht in Zentral- und Südamerika.
Saisonale Häufung
vornehmlich am Ende des Sommers (Juli-Oktober).
Infektionsquelle
Nachtaktive Culex-Arten, die das Virus tragen
In Nordamerika sind dies vor allem Culex nigripalpus (im Südosten), Culex pipiens pipiens (im
mittleren Westen) und Culex tarsalis (im Westen)
Krankheitsbild
Von den Infizierten erkranken nur weniger als 1-2 %, diese weisen allerdings in der Mehrzahl nervöse (auch gehirnbezogene) Symptome auf.
Stärker als andere Altersgruppen sind Senioren gefährdet. Als Allgemeinsymptome werden nach einer Inkubationszeit von 4-21 Tagen Fieber, Brechreiz und Gelenkbeschwerden genannt, nervöse Symptome sind bei tatsächlich Erkrankten die
Lichtempfindlichkeit, Schwindel auch psychische Veränderungen und Vergesslichkeit bis hin zum Koma. Von den tatsächlich Erkrankten versterben ca. 10-20 % durch Nierenversagen oder Koma. Bleibende Schäden nach überstandener Krankheit
sind bekannt: Gangstörungen und Sprachbehinderung.
Prophylaxe
Impfung nicht vorhanden. Vermeidung des Aufenthalts an stehenden Gewässern und in Feuchtgebieten ("Marshes") besonders in den Nachtstunden. Reduzierung
von Aufenthalten im Freien während der Abend- und Nachtstunden auf ein Minimum; bei Aufenthalten im Freien während dieser Zeit Tragen von langärmeligen Hemden und langen Hosen. Das Auftragen von Insektenschutzmitteln mit 30-prozentigem Anteil an DEET (Diethyl-M-Toluamid), bzw. mit einem 10-prozentigem Anteil bei Kindern, wird vor Ort empfohlen. Man soll darauf achten, dass die Schlafräume moskitofrei bleiben.
Therapie
Eine medikamentöse ("kausale") Therapie der Erkrankung gibt es nicht. In der weit überwiegenden Zahl der Fälle verläuft die Erkrankung aber
fast unbemerkt und harmlos.