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Deutsches Auswärtiges Amt: http://www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos/gesundheitsdienst/merkblatt/vogelgrippe_html
FAO: http://www.fao.org/ag/againfo/subjects/en/health/diseases-cards/avian.html
Informationen des RKI: http://www.rki.de/nn_225576/DE/Content/InfAZ/A/AviaereInfluenza/AviaereInfluenza__node.html__nnn=true
Informationen (incl. Merkblatt, Reiseempfehlungen etc.) des Schweizer BGA: http://www.bag.admin.ch/infekt/vogelgrippe/d/
Informationen der OIE (Ausbrüche unter Tieren): http://www.oie.int/downld/AVIAN%20INFLUENZA/A_AI-Asia.htm
Influenza A H5N1
Der Stand zum Jahresende 2005 ist hier zusammengefasst: http://www.eurosurveillance.org/ew/2005/051215.asp#1
Zum Jahreswechsel 1997/98 begann eine Epidemie in Hongkong und wahrscheinlich auch im angrenzenden Südchina (offiziell wurde
nichts zugegeben), an der in Hongkong 18 Personen erkrankten und 6 verstarben. Dies war erstmalig eine Virusübertragung von Vögeln auf den Mensch. Im Verlauf wurde nahezu alles Geflügel getötet.
2003 soll es in Südchina auch
erkrankte Schweine gegeben haben, die Gefahr einer Rekombination muss deshalb inzwischen wesentlich höher eingeschätzt werden.
Zum Jahreswechsel 2003/04 und im Verlauf von 2004 in Südostasien (ausgehend von Vietnam, Japan und
Südkorea, dann Übergreifen auf Kambodscha, VR China, Indonesien, Laos und Thailand) der größte Ausbruch überhaupt bisher.
Ende Februar 2004 schien die Verbreitung eingedämmt, ab dem späten Juni erneut Fälle in
Kambodscha, VR China, Indonesien und Malaysia (erstmals). Und anhaltend bis mind. zur Jahreswende in Thailand und Vietnam. .
2005 immer wieder Ausbrüche in Thailand und Vietnam, menschliche Erkrankungen auch in Kambodscha und Indonesien.
Meldungen auch aus Russland (Sibirien) und China.
Später im Jahr immer weiter gegen Westen: im Westteil Russlands, in der Türkei und Rumänien.
Frühere HPAI-Ausbrüche
| Jahr | Land/Region | Geflügelart | Virusstamm |
| 1959 | Scotland | chicken | H5N1 |
| 1963 | England | turkey | H7N3 |
| 1966 | Ontario (Canada) | turkey | H5N9 |
| 1976 | Victoria (Australia) | chicken | H7N7 |
| 1979 | Germany | chicken | H7N7 |
| 1979 | England | turkey | H7N7 |
| 1983–1985 | Pennsylvania (USA)* | chicken, turkey | H5N2 |
| 1983 | Ireland | turkey | H5N8 |
| 1985 | Victoria (Australia) | chicken | H7N7 |
| 1991 | England | turkey | H5N1 |
| 1992 | Victoria (Australia) | chicken | H7N3 |
| 1994 | Queensland (Australia) | chicken | H7N3 |
| 1994–1995 | Mexico* | chicken | H5N2 |
| 1994 | Pakistan* | chicken | H7N3 |
| 1997 | New South Wales (Australia) | chicken | H7N4 |
| 1997 | Hong Kong (China)* | chicken | H5N1 |
| 1997 | Italy | chicken | H5N2 |
| 1999–2000 | Italy* | turkey | H7N1 |
| 2002 | Hong Kong (China) | chicken | H5N1 |
| 2002 | Chile | chicken | H7N3 |
| 2003 | Netherlands* | chicken | H7N7 |
Natürliches Reservoir
Wild lebende Enten, die selbst nicht erkranken. Mitte 2004 wurde nachgewisen, dass das Virus auch im Hausenten-Bestand in
Südchina endemisch ist.
Übertragung
Das Erkrankungsrisiko ist recht gering, Übertragung durch die Ausscheidungen von augenscheinlich gesundem Geflügel (vor allem
Hühner, Gänse, Enten).
Eine Übertragung von Mensch zu Mensch wird allerdings von der WHO für möglich gehalten, soweit es zu einer Rekombination kommt: eine theoretische Gefahr sehen Wissenschaftler nämlich in
der Möglichkeit, dass in einem Menschen, der sowohl unter Influenza als auch unter Vogelgrippe H5N1 leidet, sich die Viren zu einem (dann evtl. sogar gefährlicheren als SARS) neuen Virus rekombinieren. Diese Gefahr der Rekombination besteht auch bei anderen Säugetieren wie z.B. Schweinen.
Prophylaxe
Keine Kontakte zu lebendem oder rohem Geflügel und Wasservögeln z.B. auf Märkten oder Umkreis von Geflügelbetrieben. Der Verzehr von Vogelfleisch und Eiern gilt als unbedenklich, wenn diese gut gekocht sind.
Durch eine handelsübliche Grippeimpfung könnte eine Teilimmunität gegen Vogelgrippe erreicht werden. Außerdem werden so Komplikationen bei der Einreise vermieden, die Behörden stellen Personen, die Fieber - z.B. durch eine normale Virusgrippe - haben, während Ausbrüchen sehr schnell unter Quarantäne.
Nicht zuletzt ist es aber wegen der Gefahr der Rekombination wünschenswert, dass möglichst wenige, die sich in den
HPAI-Infektionsgebieten aufhalten, an der Virusgrippe erkrankt sind.
Prävention
Massen-Schlachtungen von Geflügel in den Infektionsgebieten
Symptome
Bereits kurz nach der Infektion Fieber, Atembeschwerden und Durchfall
Therapie
Viren sind hochresistent, lt. WHO wirkt der Neuraminidase-Inhibitor Oseltamivir (Tamiflu). Virustatika wie Amantadin und Rimantadin sind unwirksam.
Dadurch erklärt sich auch die hohe Letalität bei den Ausbrüchen Anfang 2004.
Impfung
Ein kommerziell erhältlicher Impfstoff wird wohl nicht vor 2009 erhältlich sein!
- 2003 wurde nach der Epidemie in Hongkong unter Leitung
der WHO ein Impfstoff entwickelt. - Mitte 2005 ist ein viel versprechender Impfstoff von Sanofi-Pasteur in der klinischen Erprobung, andere Impfstoffhersteller stehen kurz vor der klinischen Phase.
- Anfang 2006 liegen interessante Ansätze in mit
H5N1-Antigenen beladenen gentechnisch hergestellten harmlosen Adenoviren, die in zu wirksamen Impfstoffen in nur ca. einem (die Produktion über Hühnereier dauert sonst ca. sechs Monate) Monat führen.
Auch auf die Oberfläche von
Viren aufgebrachte Hämagglutinin-Proteine scheinen über die zelluläre Abwehr gut wirksam und sind vor allem auch schnell herzustellen.
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